Epilog

Der Versuch eines klassischen Epilogs in Form kommentierter Reprisen:

Eigentlich wollte ich hier nichts mehr kund tun, als Ausblicke auf das, was kommen wird. Mein Freund Hödler, dessen Urteil und Rat ich seit Jahren sehr schätze, und ein paar wenige Mails aus der Community konnten mich nun doch umstimmen. Bis das neue Projekt startet, will ich versuchen, das hier Veröffentlichte anhand einiger Beispiele zu verdeutlichen und wenn nötig in knapper Ausführung zu ergänzen:

Zum Anlass dieses Blogs…

… ist eigentlich alles gesagt. Im Laufe des letzten Jahres kam noch ein weiterer Grund dazu:
„Über das was du sagst, will ich nicht nachdenken!“ Dieser Satz scheint für mich, und bestimmt für jeden, der sein Leben einigermaßen reflektiert lebt, in einer engen zwischenmenschlichen Beziehung die Höchststrafe zu sein – schlimmer als jede Beleidigung, verletzender als jede Gehässigkeit. Und ist dieser Satz einmal gesagt, kann er auch nicht mehr zurückgenommen werden.
Es sei denn, man beginnt über das „, was du sagst“ wieder nachzudenken. Dazu sollte dieser Blog Anlass sein, und keinesfalls dazu, jemanden zu beleidigen.
Voraussetzung für diesen Ansatz ist natürlich, dass der Adressat Zugang zu den Nachdenkanstößen erhält, und zwar zu dem, was hier tatsächlich steht, und nicht nur zur Interpretation des Blogs durch Andere. Das Zutreffen dieser Prämissen scheint aber fraglich.
Alles Weitere zum Anlass dieses Blogs im ersten Beitrag vom 7.Mai 2017 also heute genau vor 11 Monaten.
Zum Beitrag Prolog

Zum Familienfoto hätte ich noch eine Frage, eher eine Bitte:

Vielleicht können wir uns zumindest diesbezüglich absprechen. Ich weiß nicht, ob du den Text. Der sieht das eh nicht gelesen hast? Ist aber auch gar nicht so wichtig. Du weißt welches Foto ich meine, das wo wir ihn draufkopiert haben.
Wegen besagtem Foto liegt der mir ständig in den Ohren. Ich halt das bald nicht mehr aus. Und damit ich endlich Ruhe habe, wäre mein Vorschlag:
Wir sagen ihm, das war alles nur ein Mißverständnis.
Wir sagen ihm, er ist gar nicht zu sehen auf dem Foto und zwar wirklich nicht. Dann können wir ihm auch sagen, er bilde sich nur ein, wir hätten alle möglichen Leute angewiesen, ihn auf dem Foto nicht zu sehen. Und außerdem könnte ich ihn endlich davon abbringen, zu meinen, die Vorgänge um dieses Foto seien ein symptomatisches Bild für das Verhältnis seiner Familie zu ihm. Diese Manipulationen würden ihm seinen Platz in der Verwandtschaft zuweisen, nämlich dem des „letztem behinderten Trottels, mit dem man alles machen könne, der merke das eh nicht.“
Das musst Du Dir mal vorstellen: Mir gegenüber behauptet der ständig diese Geschichte mit dem Familienfoto würde sich in den Schwanz beißen. Wenn er sich sicher sein könnte, seine Familie würde nicht ständig zu solchen entwürdigenden Methoden greifen, hätte er sich ohne weiteres fotografieren lassen. Ja, er wäre sogar stolz drauf gewesen, behauptet er. Aber der behauptet viel. Einmal wollte er mir sogar weismachen, eines seiner Geschwister hätte ihm vorgeworfen, er würde seine Eltern bevormunden, ihm, den man mit über 40 Jahren nicht einmal zugesteht, zu wissen, ob er auf einem Foto zu sehen ist oder nicht, werfe man das vor und jedes mal, wenn er dran denken würde geriete er in Rage.
Du weißt ja wie das ist, der regt sich ständig auf, was der sich immer aufregt, wegen nix und wiedernix.
Und drum: Diesmal müssen wir aufpassen und konsequenter sein, als wir es bisher waren, damit der sich nicht wieder so aufregt! Wir müssen dafür sorgen, dass alle die auf dem Foto zu sehen sind, wieviele sind das wohl, auf seine Nachfrage behaupten, er sei nicht drauf.
Und wir müssen dafür sorgen, dass für alle, die dieses Foto jemals gesehen haben oder noch sehen werden, wieviele sind das wohl, das Gleiche gilt.
Auf keinen Fall darf jemand ausscheren, sonst geht der Zirkus von vorne los.
Puh, jetzt, wo mir überschlags-mäßig eine Zahl der zu instruierenden Personen vorschwebt, scheint mir der Plan doch nicht mehr so sicher, hunderte Zeugen einweisen, nein, das schaffen wir nicht einmal gemeinsam. Und vielleicht ist doch einer dabei, der zu ihm noch ein bisschen Loyalität hegt. Dann war alles wieder umsonst.
Auweh, nein ist wahrscheinlich doch nicht machbar.
Dann machen wir es doch weiter, wie bisher!

Ich rede ihm ein, er bildet sich das alles eh nur ein, bei Bedarf such ich halt irgendeinen Sündenbock, oder geh gleich in die Gegenoffensive und greif ihn frontal an. Da gibts eh genug wunde Punkte, und der ist eh so empfindlich.
Und Du sorgst weiter dafür, dass er möglichst mit niemandem zusammentrifft, der ihn auf dem Foto gesehen hat. Ja, das wird das Beste sein.
bis er irgendwann aufhört. Dann sehen wir weiter, oder was meinst Du?
H a s t D u e i n e b e s s e r e I d e e ?

Der sieht das eh nicht!

Zur Erosion der gemeinsamen Basis, …

… welche offensichtlich zur Schaffung paralleler Realitäten geführt hat und damit die Nachweisbarkeit von Fakten für unsereinen schier unmöglich macht. Stichwort: WhatsApp-Blasen-Zustimmungs-Gesellschaft

Siehe auch: Von „Trommeln als Chance“, gekaufter Bewunderung und der Selbstverwirklichungsindustrie

Dazu, dass mein Umfeld und meine Familie wegen mir leiden

Ende der Neunziger Jahre fuhr ich aus beruflichen Gründen mit dem Zug von Wien nach Nürnberg. Es war nicht viel los. Ab Linz teilte ich mir ein Coupé mit einem mir damals und auch in der Erinnerung sehr sympathischen jungen Mann. Wir kamen gleich ins Gespräch, unterhielten uns ganz prächtig, er interessierte sich sehr für meine Sehbehinderung, wollte alles mögliche wissen und erzählte auch ganz offen von sich. Manchmal hat man zu Fremden ganz schnell Zugang, vielleicht auch deswegen, weil man meint, man bräuchte vor Kurzzeitbekanntschaften nichts zu verheimlichen. Er erzählte mir ganz ohne Scheu, dass er homosexuell sei, dies aber nur seine Familie und seine engsten Freunde wüssten. Und er erklärte mir, wie schwer es gewesen war, sich zumindest im engsten Kreis zu outen. Er hätte lange Zeit unüberwindliche Ängste gehabt, seine Eltern würden sich für ihn schämen und sehr darunter leiden. Davor wollte er sie bewahren.
In Regensburg stieg er aus. Ich habe ihn nie mehr getroffen, aber ein paar Fragen und Anregungen aus diesem Gespräch vor 20 Jahren wirken in mir bis heute nach, am stärksten der Gedanke, die Eltern vor Scham und Leid bewahren zu wollen:

Ganz sicher leidet auch mein Umfeld unter mir, unter meiner Behinderung, sei es Mitleid oder Leid aus Schuldgefühl, Leid aus Schamgefühl oder Leid an dem Makel, den ich darstelle, den ich habe, der mein Umfeld befleckt. Vielleicht auch Leid darunter, dass ich weder Zier noch Nutz sein kann oder auch darf?
Meine Behinderung, meinen Makel wenn Du so willst, trag ich aber vor mir her, und zwar seit meiner Geburt. Die Entscheidung, muss ich meine Familie vor dem „Leiden unter meiner Besonderheit“ bewahren oder soll ich zu meiner Sehbehinderung stehen hat sich also für mich nie gestellt. Die Wahl hatte ich nie. Und das unterscheidet mich diametral von meinem damaligen Mitreisenden.

Immer dann, wenn ich den Eindruck habe, Du würdest wegen mir leiden, lässt mich das natürlich nicht kalt. Das musst Du mir glauben!
Aber was soll ich tun! Das einzige was mir übrig bleibt, ist mich von Dir zurückzuziehen. Meinen „Makel“ verleugnen kann ich nicht, vielleicht funktioniert das bei anderen „Makeln“! Bei einer Sinnesbehinderung nicht!!
Zum verzweifeln wirds, wenn Du dann auch noch unter meinem Rückzug leidest!
Ab hier fehlen mir die Überlegungen, sag mir, was soll ich tun? Was soll ich tun, damit ich Dich nicht runterziehe?

Meine Besonderheit nur dann zu zeigen, wenns opportun erscheint, geht nicht, diese zu verstecken, wenn es ratsam erscheint, auch nicht. Wenn du unter meinen Behinderungen oder Krankheiten leidest, wenn dieser „Makel“ dich beschämt, bleibt mir nur, mich vor Dir zu verstecken. Und Dir bliebe, Dich doch einmal damit auseinanderzusetzen und so manches zu überdenken. Aber das willst du ja nicht!

Zu dem, was wir uns einbilden

Bestimmt zu viel verlangt, dass Du Dich mit diesem Text auseinandersetzt:

Können sie mir helfen?

Und falls Du ihn doch gelesen hast und nach der Lektüre meinen solltest: „Das gibts nicht, der lügt, und wenns das gibt, dann sicher nur in der gefährlichen Großstadt!“, möchte ich Dir, die Frage stellen: „Was glaubst Du, wo das war, als man mir das letzte mal ohne irgendein Vorzeichen ins Gesicht gespuckt hat, und die Frage, was das soll. mit einem Faustschlag in meinen Bauch beantwortet hat?“ Was glaubst Du werte Leserin, was glaubst Du werter Leser, wo das war? DU kommst nicht drauf, weil sowas bilde ich mir sicher ein! Und drum gebe ich Dir die Antwort, dann musst Du auch nicht drüber nachdenken: Genau Hier!
Wer das war? Vielleicht weißt Du das aus sicherer Quelle! Ich nicht! Ich weiß aber sicher, dass es so war!
Weshalb und warum! Vielleicht weißt Du das aus sicherer Quelle! Ich nicht! Ich weiß aber sicher, dass es passiert ist!

Wenigstens die Expertise und die Deutungshoheit darüber, was WIR erleben und wie WIR empfinden möge man uns selbst überlassen, BITTE!

Zu einem der größten Skandalbeiträge:

Viel muss ich zum Beitrag über den Grabsteingartentisch nicht sagen. Außer vielleicht: Jawohl, sowas gibts wirklich, ja in meiner Bekanntschaft, leider, ich schäme mich sogar ein bisserl dafür. Das wird jetzt niemanden wirklich kratzen. Manche in meinem Umfeld schämen sich auch für das, was ich bin oder mache, wie mir sichere Quellen ab und an zutragen.
Zurück zu den Gedenksteinen, die sie zu Luststeinen machen:
Pietät nein Danke, Sonst kommt man zu nix!
Noch mehr zum Schämen ist es, wenn einer, der so ein gebrauchtes Grabmal zur Fress-und-Sauf-Unterlage im Eigengarten entweiht hat auch noch behauptet, er würde sowas nie machen.
Rückgrat, nein Danke, sonst kommt man ja zu nix!
Den Vorfahren am städtischen Friedhof genügt ein Holzkreuz, denn die brauchen zu nix mehr kommen!
Wer den Aufreger-Text noch nicht gelesen hat: Kurze Geschichte von Apfelstrudel und Totenruhe oder Sama a bissl empfindlich, oda wos?

Zu den Joschi-Hörspielen

… er sitzt auf einer Bank in der Allee und spricht uns an, als wir etwa einen Meter von ihm entfernt vorübergehen. Aus Opponitz sei er, sagt er, und uns hätte er hier noch nie gesehen, sagt er. Aber wir wissen beide sofort, dass ER nicht aus Opponitz ist! Wir wissen auch beide sofort, wem diese Stimme wirklich gehört. Und als uns der angebliche Opponitzer dazu bringen will, ihm etwas über den tatsächlichen Waidhofner, der er wirklich ist, zu erzählen, tun wir das auch, und zwar mit den gleichen Mitteln wie der Identitäts-Hochstapler.
Bis zu dieser Begegnung bin ich oft mit einem anderen Phänomen konfrontiert gewesen:
Ab und an höre ich, der hätte mich hier, jene hätte mich dort getroffen. Ich kann das jedesmal bestreiten. Wenn mich die oder der wirklich getroffen hätte, freundlich wie die Leute hier sind, hätte die oder der auch gegrüßt und dann hätte auch ich sie oder ihn getroffen. Hoppla, ich schweife ab.
Eigentlich wollte ich noch etwas zu dem freundlichen Herrn aus der Allee sagen:
Wenn einer meint, er könne sich vor uns Schaßaugaden als jemand anderer ausgeben als der, der er wirklich ist, weil – wir würden das ohnehin nicht merken, bitteschön! Wenn wir es ihm mit gleichen Mitteln vergelten, darf er uns nicht zürnen. Und sollte derjenige das Hörspiel „4. Auf die Schattenseite des Städtchens“ gehört haben oder gar diesen Text lesen, möge er vor Scham so klein werden, dass ihn die Ritze, welche die Lehne seines Fernsehsessels von dem Teil auf dem er seinen Hintern bettet trennt, AUGENBLICKLICH verschluckt und erst dann wieder freigibt, wenn ihm bewusst geworden ist, was für eine ARSCHLOCHAKTION das war, damals in der Allee !!! …

Die werte Leserin/ der werte Leser möge verstehen oder mindest nachvollziehen können, dass ich mich seit dieser Begegnung zu keinerlei Loyalität mehr verpflichtet fühle!

Alle Joschi Hörspiele gibt es hier: hoerspiel.lanzendoerfer.at

Zum Entschluss, diesen Blog zu beenden

– irgendwann in der Nacht vom 29. auf den 30.März 2018


… und als die ganz große Wut über diese erneute infame Unterstellung, wir würden mein Festnetztelefon bewusst nicht abnehmen, wenn WALDSTRASSE anruft, verflogen war, bin ich die Nacht wach gelegen und habe mir den Kopf zerbrochen, ob ich in den letzten fast sechs Jahren, genauer seit ich in Waidhofen wohne, überhaupt jemals das läutende Festnetztelefon NICHT abgenommen habe, weil ich mit der Anruferin/dem Anrufer nicht reden wollte, und ich war mir bald sicher: NIE, NIE, NIE!
Wie jemand auf die Idee kommt, man wolle nicht mit ihr/ihm sprechen, wenn nicht abgehoben wird, anstatt, was wohl naheliegend wäre, die Erkenntnis zu haben, es ist niemand zu Hause – weiß es nicht. Es wird wohl Gründe dafür geben. Das nur zur Ergänzung und Erklärung dieser Texte und den Kommentaren dazu:
Heute gibts ein Geschenk, und zwar wirklich ein Geschenk!
Wie man mit einem einzigen Mail acht Monate Aufbau zerstört?

Zu Deiner Zeit, die Du schließlich auch nicht gestohlen hast.

Ich hab’ nicht wirklich was im Übermaß, ausser vielleicht Zeit. Speziell dann, wenn man meine Zeit mit der von anderen oder gar mit Deiner Zeit vergleicht. „Damit kannst Du aber auch nichts anfangen, außer zu nerven, uns Schwierigkeiten zu machen und eine Last zu sein!“, wirst Du vielleicht jetzt einwenden. Und Du magst vielleicht sogar recht haben. Aber das ist eine andere Geschichte.
Du hast ja keine Zeit und dann kommen auch noch eigene Bedürfnisse dazu. Darum verstehe ich mittlerweile auch, dass Du die Zeit, welche Dir also fehlt, nicht auch noch für solche Spinnereien, wie diesen Blog hier verschwenden kannst. Manche meinen, Zeit zu füllen, sei eine Frage der Prioritäten, die man sich setzt. Das trifft hier wohl nicht zu, denn sonst würdest Du sicher längst ,… egal. Eigentlich wollte ich dir nur mitteilen, dass ich den Blog am 8. Mai dieses Jahres einstellen werde.
Und weil ich mir denke, vielleicht wirst Du irgendwann in der Zukunft einmal Zeit haben, und weil ich mir wünsche, es würde irgendwann die Zeit kommen, da es Dein eigenes Bedürfnis sein würde, unsereinen zu verstehen, lasse ich all die Übertreibungen, in Worte gefasste Einbildungen, verbale Entgleisungen, Moral-Aposteleien, Frechheiten, … wie immer Du das bezeichnen willst, online, zumindest für die nächsten fünf Jahre. Solange habe ich die Domain www.peinlich.eu bezahlt und gebe Dir damit, die Möglichkeit Dich mit dem Geschriebenen, Gesungenen, Gesprochenen, … inhaltlich auseinanderzusetzen, solltest du irgendwann die Zeit dazu haben. An Deinem Willen dazu kann’s wohl nicht scheitern. Das „nicht wollen“ schreibst Du ja eher mir zu.

Zu dem, was ganz einfach zu regeln gewesen wäre.

Aus dem: Das ist alles streng getrennt! hätte ohne Aufsehen wieder eine Gemeinsamkeit werden können! „Wie?“, fragst Du. Allein durch ein Mindestmaß an Aufrichtigkeit!
Heute weiß ich, das war nie und ist auch jetzt nicht gewollt. „Sonst kommt man ja zu nix!“

Zu dem, was DU gar nicht wissen willst, hm und ein bisserl auch zu Deinen sicheren Quellen

Nun hat man mir zugetragen, dass Du all das nicht wissen willst.
Und ich habe mich schweren Herzens dazu durchgerungen, Dich in Zukunft vor all dem, was Du nicht wissen willst, zu bewahren, Dir zu verschweigen oder Dich bei bedarf mit den krudesten Lügen zu versorgen! Damit Du nie mehr erfährst, was Du nicht wissen willst. Dabei hätte ich Dir noch gerne die Mechanismen der „Stillen Post“ und deren Auswirkung auf den Ruf ihrer – die Wahrheit gefügig machenden – Postillione, speziell was das engere Umfeld und die Verwandtschaft betrifft, erklärt. Ich wollte Dir die Wirkung von vermeintlich versteckten Gesten und verdrehten Augen auf Anwesende näher bringen. Es wäre mir ein Bedürfnis gewesen, das Märchen „Von Dir nehm’ ich nix!“ und die Geschichte: „Dankeschön, aber das darf keiner erfahren!“ zu erzählen. Ich hoffe doch, Du honorierst meinen Sinneswandel, zumindest ein klein wenig, zumal ich natürlich ab sofort auch drauf verzichte, mir irgendeine Klarstellung der letzten Mails zu erwarten.

Jetzt ist es aber irgendwie blöd: Die Entscheidung, was Du wissen willst und was nicht, liegt also ab sofort bei mir. Ich fürchte diese Beurteilung wird schwer für mich. Drum am besten gleich gar nichts mehr preis geben, und wenn dann ausschließlich die Unwahrheit.
Weil aber doch manche „wissen wollen“, blogge ich seit geraumer Zeit an anderer Stelle weiter.

Ich habe mir erlaubt, alle Abonnenten dorthin mitzunehmen. Ich habe alle Poster und Interessierten eingeladen, mir zur neuen Adresse zu folgen.
Dich bewahre ich davor!
Ich werde mir auch in Zukunft erlauben, von dem, was mich bewegt, belastet, berührt zu erzählen, werde in den nächsten Monaten von telekinetisierten Elin-Waschmaschinen, Fußbutter der Duftnote „Lovely“, verschollenen Bausparern, sonntäglichen Frühstückseiern auf Naturdarmgefasstem Edel-Schafkäse, heißem, aufgesetztem Lachen in Ferienlagern, einer mit unsperrbarem Schloss versperrten Kammer, geilem schneckeneierfreiem Humus aus der Feinstaubhauptstadt, verstohlenem Zigarettenkonsum im Unterholz, Katzenwürsteln in luftleeren Maulwurfsgräbern, stark heruntergesetztem exklusivem Nobel-Kult, geschenktem datums-auffälligem trübem Malzbier und anderem berichten. Zudem plane ich für kommenden Herbst und Winter eine neunteilige Hörspielreihe, welche auf mehreren Erzählebenen die Realität in das Tatsächliche audiolisiert. Im Phänomenon versucht Josef Maria Ramskogler, mittels gravitationshörigen Bleigewichten Ramschraneder-Äpfel in Joschi-Birnen zu verwandeln, während in einem als Metapher umhermeanderndem Hintergrund-Plot ein geheimnisvoller, wenn auch lakonisch schwafelnder Protagonist versucht, allen weiteren Akteuren den totalen Verzicht aufzuoktruieren, und zwar mit der Begründung, er würde doch das elterliche Andenken erhalten, und allein deswegen seien Forderungen an ihn tunlichst zu unterlassen.
In einer dritten Ebene passiert dann das Unaussprechliche! …
Solltest Du irgendetwas von all dem erfahren, zürne nicht mir, rüge eher Deine sicheren Quellen. Ich werde mich ab sofort redlich bemühen, Dich vor allem, was Du nicht wissen willst, zu bewahren.

Hiermit schließe ich den Epilog. Zum Schluss würde ich Dir gerne die Erkenntnis des Blogger-Jahres ans Herz legen!
Und ich erlaube mir noch folgenden Hinweis:
DU hast aus der Bitte um zwei oder drei Wochen ein „Für immer“ gemacht. Das entspricht DEINEM Wunsch, nicht meinem! Damit muss ich wohl leben, auch wenn es mir schwer fällt!!!