In den 1990er Jahren erklärten die Vereinten Nationen den 3. Dezember zum INTERNATIONALEN TAG DER MENSCHEN MIT BEHINDERUNG.
Manche meinen ja, behinderte Menschen seien nicht behindert, sie würden von den „Nicht Behinderten Menschen“ behindert.
Und irgendwie hat der Gedanke schon etwas.
Teilhabe, Inklusion, Barrierefreiheit, Unterstützung für alle, die Hilfe brauchen, die Bewahrung der Würde aller Menschen, und nicht nur jener, die einen Wert am Arbeitsmarkt darstellen – diese Forderungen scheinen heute utopischer als noch vor ein paar Jahren.
Der Wert des Menschen wird immer mehr auf seinen Marktwert reduziert. Auf der Strecke bleiben jene, deren Wert der Markt nicht erkennt und jene, die scheinbar keinen Wert für einen Markt haben. Und hat man keinen Wert, dann wird man ganz schnell zur last, für die Nächsten, für die Fernsten und irgendwann für die Gesellschaft. Davor habe ich täglich mehr Angst. Das bereitet mir immer häufiger Kopfschmerzen.
Ich kann von meinen Nächsten nicht erwarten, dass sie die Defizite der erdrückenden Leistungsgesellschaft abschaffen. Auch will ich von meinen Nächsten keinesfalls Hilfe über Gebühr verlangen, wenngleich sich alle bewusst sein sollten, dass für behinderte Menschen, und also auch für mich, Gottes Hilfe allein nicht ausreicht, um den Alltag zu bestreiten.
Was ich mir aber dringend wünschen würde, und vielleicht können manche eventuell heute drüber nachdenken, ist Behinderte nicht auf ihre Einschränkung zu reduzieren sondern als MENSCHEN zu sehen.
Und eventuell wäre es sogar im Interesse des größten Egoisten, dies zu tun! Warum? In jedem Moment des Lebens gibt es unzählige Umstände, die den stolzesten Menschen zum „Behindi“ machen können.
Es mag manchmal schwierig sein, es mag auch nicht immer möglich sein, es kann anstrengend sein! Aber probieren könnte man es doch.
Zumindest der Versuchung zu widerstehen, das Defizit des anderen Auszunutzen, könnte behinderten Menschen ein Stückchen ihrer Würde zurückgeben.
Vielleicht habt ihr noch ein wenig Zeit? Das würde ich mir wünschen. Falls ja, darf ich Euch folgenden Text, auch wenn ihr ihn schon mal gelesen haben solltet, ans Herz legen und damit doch eine gewisse Hoffnung auf Verständnis verbinden:
Der sieht das eh nicht – 12. Revision 27.9.17
Vorwort
Von einer Wunderfotografie soll hier die Rede sein. Von einem Bild, auf dem mehrere Personen zu erkennen sind. Aber eine der Personen verschwindet von diesem Foto, je nach dem, wer dieses Bild gerade betrachtet.
Mehr als rätselhaft, eher völlig unglaubwürdig schien mir die Geschichte des Wunderbildes, als er sie mir vor zwei oder drei Jahren in der Pause eines Konzerts der Biermösl Blasn im hiesigen Stadtsaal das erste mal erzählt hatte … hier weiterlesen